DataLion mit Claude und anderen KI-Clients verbinden (MCP)
Über das Model Context Protocol (MCP) arbeiten KI-Clients wie Claude direkt mit Ihren DataLion-Projekten. Ein Agent kann dann Projekte und Codebooks lesen, gewichtete Ergebnistabellen abrufen und, wenn Sie es erlauben, Daten importieren oder Reports bauen. Seit DataLion 2026.2.198 hat jede Instanz dafür einen eigenen MCP-Endpunkt. Eine lokale Zusatzsoftware brauchen Clients, die Remote-MCP beherrschen, nicht mehr.
Voraussetzungen
- Ein Administratorkonto. Der MCP-Zugang steht nur Administratoren offen. Tokens der Nutzer-API werden abgelehnt.
- Ein KI-Client, der Remote-MCP unterstützt: entweder mit Anmeldung bei DataLion (benutzerdefinierte Connectors in Claude, ChatGPT im Entwicklermodus) oder mit einem Bearer-Token, zum Beispiel Claude Code. Für Claude Desktop gibt es zusätzlich die lokale Erweiterung, siehe unten.
- Für den Remote-Endpunkt: DataLion ab Release 2026.2.198. Für die Verbindung per Anmeldung: ab Release 2026.2.199.
Per Anmeldung verbinden (Claude und ChatGPT)
Seit Release 2026.2.199 verbinden sich unterstützte KI-Clients ohne Token. Der Client öffnet die Anmeldung bei DataLion, und ein Administrator gibt den Zugang frei. Die Seiten Admin → KI → Claude und Admin → KI → ChatGPT zeigen die MCP-Adresse Ihrer Instanz unter Connection values und die Schritte im jeweiligen Client. Diese beiden Seiten sind derzeit nur auf Englisch verfügbar.
Claude (claude.ai und Claude Desktop):
- Öffnen Sie in Claude Settings → Connectors und wählen Sie Add custom connector.
- Nennen Sie den Connector „DataLion“ und fügen Sie die MCP server URL aus DataLion ein.
- Wählen Sie Connect. Claude öffnet die Anmeldung bei DataLion.
ChatGPT:
- Schalten Sie in ChatGPT unter Settings → Apps & Connectors → Advanced settings den Entwicklermodus ein. Ihr ChatGPT-Tarif muss eigene Connectors erlauben.
- Legen Sie einen neuen Connector an, fügen Sie die MCP server URL ein und wählen Sie OAuth als Anmeldung.
Freigabe in DataLion: Nach der Anmeldung zeigt DataLion die Seite KI-Client verbinden mit der Frage, ob der Client DataLion nutzen darf. Wählen Sie die Zugriffsstufe (Schreibgeschützte Integration, Analyst, Report Builder oder Admin Builder, siehe die Liste im nächsten Abschnitt) und klicken Sie auf Zugriff erlauben. Freigeben können nur Administratoren.
Verbindungen verwalten: Unter Connected by sign-in auf derselben Seite stehen alle verbundenen Clients mit Zugriffsstufe und Zeitpunkt der Verbindung. Revoke beendet eine Verbindung sofort. Ohne Widerruf läuft eine Freigabe nach 90 Tagen ab; danach meldet sich der Client neu an. Wird eine Verbindung 30 Tage lang nicht genutzt, ist ebenfalls eine neue Anmeldung fällig.
Einen Token für den Agenten anlegen
- Öffnen Sie Admin → Integrationen → API-Zugriff.
- Vergeben Sie einen Tokennamen, etwa „Claude Code Laptop“.
- Wählen Sie den Zweck. Er bestimmt, welche Werkzeuge der Agent sieht:
- Power BI: 4 Werkzeuge, nur Projekte lesen.
- Schreibgeschützte Integration: 13 Werkzeuge, Projekte, Daten, Reports, Ergebnistabellen, Codebooks und Dokumente lesen.
- Analyst: 16 Werkzeuge, dazu Daten importieren.
- Report Builder: 32 Werkzeuge, dazu Reports, Tabs, Widgets, Textfelder, Codebooks und Dokumente bearbeiten.
- Admin Builder: alle 34 Werkzeuge, dazu Projekte anlegen und bearbeiten.
- Wählen Sie die Gültigkeit (30, 90 oder 365 Tage), klicken Sie auf API-Token erstellen und kopieren Sie den Token.
Beginnen Sie mit Schreibgeschützte Integration. Mehr Rechte geben Sie erst, wenn der Agent schreiben soll.
Den Remote-Endpunkt verbinden
Der Endpunkt lautet https://<Ihre DataLion-Adresse>/mcp. Der Client schickt den Token im Header Authorization: Bearer <Token> mit.
In Claude Code richten Sie die Verbindung mit einem Befehl ein:
claude mcp add --transport http datalion https://<Ihre DataLion-Adresse>/mcp --header "Authorization: Bearer <Token>"
Andere Clients tragen dieselben zwei Angaben ein, URL und Header. Fragen Sie den Agenten danach zum Beispiel „Welche Projekte gibt es in DataLion?“, um die Verbindung zu prüfen.
Was ein Agent tun kann
Die Werkzeuge spiegeln die Rechte des Tokens. Mit Leserechten kann ein Agent Projekte auflisten, Codebooks durchsuchen, Reports und Tabs lesen und mit get_chart_table gewichtete Ergebnistabellen abrufen. Diese Ergebnisse tragen eine signierte Quittung, mit der sich eine Zahl bis zu ihrer Berechnung zurückverfolgen lässt. Mit Schreibrechten legt er Reports, Tabs, Charts und Textfelder an, erzeugt Codebooks oder lädt Daten hoch.
Dateien gehen nie über die MCP-Verbindung selbst. Für Uploads erzeugt DataLion einen einmaligen Link, den Sie im Browser öffnen.
Jeder Aufruf wird protokolliert
DataLion schreibt jeden Werkzeugaufruf mit Nutzer, Token, Client, Werkzeug, Projekt, Status und Dauer ins Admin-Log. Die letzten 100 Einträge sehen Sie unter Admin → Wartung im Bereich Admin-Log. Einen Token, der nicht mehr gebraucht wird, widerrufen Sie unter Admin → Integrationen → API-Zugriff.
Die lokale Claude-Erweiterung
Für Claude Desktop gibt es weiterhin die lokale Erweiterung. Sie läuft auf Ihrem Rechner und spricht mit DataLion über die API.
- Öffnen Sie Admin → Integrationen → KI und den Reiter Claude.
- Laden Sie mit Download DataLion Claude extension die Datei
.mcpbherunter. - Installieren Sie sie in Claude Desktop unter Einstellungen → Erweiterungen → Erweiterung installieren.
- Tragen Sie die DataLion-Adresse und einen API-Token ein.
Die Erweiterung startet schreibgeschützt. Schreibende Werkzeuge schalten Sie in ihren Einstellungen ausdrücklich frei.
Sicherheit
- Ein Agent sieht nur die Werkzeuge, die der Zweck seines Tokens erlaubt, und nur Projekte, auf die das Konto Zugriff hat.
- Tokens laufen nach 30, 90 oder 365 Tagen ab.
- Fehlermeldungen des MCP-Endpunkts enthalten keine internen Details.
Wie Sie die API ohne KI-Client nutzen, beschreibt Die DataLion REST-API nutzen.